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Pädagogische Konzeption

Derzeit überarbeiten wir unsere pädagogische Konzeption



1   RAHMENBEDINGUNGEN

1.1 Unsere Einrichtung
Eröffnet 1972
Neubau der Kindertagesstätte an der Breitwiesenhalle (2004-2006)
Einweihung der neuen Kindertagesstätte am 9.09.2006
 
Die Einrichtung kann bis zu 95 Kinder aufnehmen, 20 Plätze sind für
Kinder ab dem 1. Lebensjahr.
 
Zur Zeit  bieten wir Ganztagsplätze mit Mittagsverpflegung,
Vormittagsplätze mit Mittagsverpflegung und Vormittagsplätze an.
 
Personal der Kindertagesstätte
1  Leiterin
13  Erzieherinnen
1 Hauswirtschaftskraft für die Küche
1 Hausmeister
Reinigungsservice für die Kita
 
Räume der Einrichtung
Für die Kindergartenkinder
1 Bewegungsbaustelle
1 Bistro für das Frühstück
1 Bau- und Konstruktionsraum
1 Kreativraum (Mal- und Bastelbereich)
1 Spielezimmer für Tischspiele, Gesellschaftsspiele und Rollenspiele
1 Kinderbibliothek
2  Zwischenräume die  nach den Bedürfnissen der Kinder verändert  werden
2 Waschräume mit Toiletten
1 großer bespielbarer Flur
1 naturnah gestalteter Spielplatz mit einem kleinen Wäldchen
 
Für die Krabbelkinder
2 Gruppenräume
2 Schlafräume
2 Wickelräume
1 Bewegungsbaustelle (Freitags)
2 abgegrenzte Spielplätze im Außengelände
 
Zusätzliche Räume
1 Küche
1 Büro
1 Personalraum
1 Besprechungsraum
 
1.2 Betreuungsformen
08.00 Uhr- 12.00 Uhr      Vormittagsplatz               4 Stunden
08.00 Uhr- 14.00 Uhr      Vormittags mit Essen    6 Stunden
07.00 Uhr- 15.00 Uhr      Ganztagsplatz                   8 Stunden
08.00 Uhr- 16.00 Uhr      Ganztagsplatz                   8 Stunden
07.00 Uhr- 17.00 Uhr      Ganztagsplatz                   10 Stunden
 
1.3 Krabbelkinder in unserer Kita
In der Kita Löwenburg gibt es 2 Krabbelgruppen mit jeweils 10 Kindern ab 1 Jahr.
Betreut werden die Kinder von 6 Erzieherinnen.
 
2 TAGESABLAUF
07.00 - 08.00 Uhr Frühdienst ( für Kinder berufstätiger Eltern)
 
08.00 - 10.00 Uhr           Freispielzeit in den einzelnen  Funktionsräumen
 
10.00 - 12.00 Uhr           Gruppenzeit
 
12.00 - 13.00 Uhr           Mittagessen
  
13.00 - 16.00 Uhr           Nachmittagsbetreuung
 
16.00 - 17.00 Uhr           Spätdienst
  
 Freitags verbringen die Kinder den Vormittag in ihren Stammgruppen.
 
 
3   ZIELE UND INHALTE 
 3.1   Grundlegende pädagogische Ziele und Inhalte
In unserer Kindertagesstätte ist das wichtigste Ziel die Entfaltung der Gesamtpersönlichkeit jedes Kindes.
Dabei streben wir eine größtmögliche Selbstbestimmung der Kinder an, was bedeutet, dass jedes Kind sein Handeln wenn immer möglich und sinnvoll selbst entscheiden soll. Selbstbestimmtes Handeln muss von den Kindern und den Erzieherinnen geübt werden. Es bedeutet für uns, die Entscheidungen der Kinder zu akzeptieren und  sich mit ihnen auseinander zu setzen, wenn ein Kind mit seinem Verhalten die Grenzen von anderen überschreitet. Jedes Kind hat ein Recht auf seine eigene Meinung. Wir möchten die Kinder im Alltag  demokratisch bei Entscheidungen beteiligen.
Dabei ist uns die Stärkung und Ermutigung jedes einzelnen Kindes wichtig. Sie sollen Selbstvertrauen in ihre eigenen Fähigkeiten entwickeln können und  eine Grundlage für ein stabiles Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein bekommen.
Die Kinder sollen in ihrer Selbstständigkeit unterstützt werden und lernen, auch unabhängig von anderen ihre Wünsche zu vertreten.
Wie selbstständig ein Kind handelt zeigt sich besonders auch in kleinen alltäglichen Situationen: beim An- und Ausziehen, beim Frühstücken, beim Suchen von Spielsachen… ohne die Unterstützung der Eltern können wir nicht erreichen, dass die Kinder Verantwortung für ihre Dinge übernehmen.
 
Kein Mensch kann unabhängig von anderen leben. In der Gruppe lernen die Kinder rücksichtsvoll miteinander umzugehen und Verantwortung zu übernehmen. Hier bieten gerade die gemischten Gruppen ein gutes Lernfeld, die Großen helfen den Kleinen und die Kleinen orientieren sich an den Großen. Förderung der sozialen Kompetenz bedeutet auch, Konflikte aushalten zu können und sie respektvoll auszutragen, offen und ehrlich zu sein,  Frustrationen zu ertragen und Möglichkeiten zu finden, diese zu verarbeiten. Die Erzieherinnen haben dabei Vorbildfunktion und die Kinder lernen besonders, indem sie erleben, wie diese mit gegenseitiger Achtung auch unterschiedliche Meinungen diskutieren und Kompromisse finden.
 
Kinder brauchen eine Atmosphäre, die es ihnen erlaubt, ihre Gefühle zu zeigen. Sie sollen wütend und traurig sein dürfen, lustig und frech, zufrieden und ausgeglichen. Emotionale Kompetenz bedeutet, die vielfältigen Gefühle auszudrücken und sie so zu leben, dass sie weder sich selbst noch anderen Schaden zufügen. Als Erzieherinnen wollen wir die Kinder dabei begleiten und sie mit Empathie und Mitgefühl unterstützen.
 
Unsere Gesellschaft verlangt zunehmend mehr Flexibilität und Kreativität. Gefragt sind eigene Ideen und die Suche nach neuen, oft auch ungewöhnlichen Formen. Kinder sind von sich aus sehr kreativ, wenn ihr  „Forscherdrang“ zugelassen und unterstützt wird.
Kreative Kompetenz wird nicht nur beim Malen und Werken gefördert, sondern überall im Alltag, wo das Kind eigene Entdeckungen und Erfahrungen macht. Für uns als Erzieherinnen ist es wichtig, Kinder in ihrem Tempo eigene Prozesse durchleben zu lassen und sich häufig aus dem Geschehen heraus zu halten und mehr eine Beobachterposition einzunehmen.
Scheinbar „unsinnige“ Rollenspiele können gerade durch häufiges „Probehandeln“ die Grundlage für eigenes Experimentieren legen. Anregend sind auch  verschiedene Materialien, die ohne zu viele Vorgaben ausprobiert werden können.
Besonders auch die Ausflüge in die Natur lassen die Kinder zu kleinen Entdeckern werden.
 
Kreativität gehört zur Kognitiven Kompetenz. Kinder müssen sich die Welt aneignen und neu entdecken. Wissensvermittlung heißt nicht, sie mit zu vielen Informationen zu „füttern“, sondern sie neugierig machen für Zusammenhänge auch in Naturwissenschaft und Technik.
 
Hier bekommt auch die Sprachförderung eine besondere Bedeutung. Die Kinder werden in regelmäßig stattfindenden Gesprächskreisen immer wieder zum Erzählen motiviert. Wir lassen den Kindern Zeit, ihre Worte zu finden und zu wählen Methoden und Inhalte, die bei ihnen  die Freude am  Sprechen wecken: wir verbessern sie nicht ständig, wir lassen sie ausreden, wir lesen viel vor, wir bieten ihnen Sprach- und Singspiele an.
Wir nehmen uns vor allem Zeit, ihnen zuzuhören, wenn sie uns von ihren Alltagserlebnissen und Problemen erzählen.
 
Bewegung und Denken sind eng miteinander verknüpft. Bewegung ist Grundlage für die gesamte Entwicklung des Kindes. Psychomotorische Kompetenz  ist wichtig, weil Bewegung stets auch kognitive Prozesse fördert und über ein positives Körpergefühl besonders auch Selbstsicherheit und Zutrauen in eigene Fähigkeiten vermittelt wird.
Im körperlichen Ausprobieren können Kinder auch ihre Grenzen erfahren und Kooperation mit anderen Kindern üben. Im Spiel und in der Bewegung machen Kinder vielfältige Lernerfahrungen gerade auch über sinnliche Wahrnehmungen.
 
Bei aller Förderung ist es uns wichtig, dass die Kinder vor allem Zeit haben zum freien Spielen und Entdecken, dass sie Spaß und Freude am Tun, allein und besonders auch mit anderen Kindern haben. Wir möchten zufriedene Kinder, die trotz schwierigen Zeiten eine glückliche Zeit in unserer Kindertagesstätte erleben können.
 
 
3.2  Gewaltfreie Kommunikation nach Marshall Rosenberg
 
3.3   Der Hessische Bildungs- und Erziehungsplan
Unsere Einrichtung hat an der Erprobungsphase des Bildungsplanes teilgenommen. Der Hessische Bildungs- und Erziehungsplan will eine Neukonzeption von Bildungsprozessen und eine Neukonzeption von Übergängen. Unsere  Einrichtung erleichtert schon räumlich den Übergang in die Schule.
Der Bildungsplan setzt an einem positiven Selbstkonzept der Kinder an und sieht auch entsprechend unserem Ziel der Selbstbestimmung das Autonomieerleben der Kinder als wichtige Grundlage für viele Kompetenzen. Der Bildungsplan arbeitet ressourcenorientiert und geht von der Lebenswelt der Kinder aus. Kinder dürfen in ihrem Lernen immer auch Fehler machen. Ein wichtiges Ziel ist  die Fähigkeit, schwierige Lebensumstände erfolgreich zu bewältigen und Resilienz, also Widerstandsfähigkeit zu entwickeln.
 
Ein Schwerpunkt  für uns ist die Beobachtung der Kinder und die Dokumentation. Für jedes Kind wird zu Beginn seiner Kindergartenzeit ein Ordner angelegt, in dem es Dinge die ihm wichtig sind sammeln kann. In dem Ordner werden auch Fotos von Projekten, Alltagssituationen, Ausflügen  oder Zeitungsartikel gesammelt. Die Ordner sind den Kindern jederzeit zugängig und sie entscheiden, wer den Ordner anschauen darf.
 
4   FORMEN UND STRUKTUREN DER PÄDAGOGISCHEN ARBEIT  FÜR DIE KINDERGARTENKINDER
4.1    Halboffene Gruppenarbeit
Die Kinder werden morgens in ihren Stammgruppen von einer Erzieherin empfangen. Jedes Kind ist einer Gruppe mit einer oder zwei Erzieherinnen zugeordnet, welche auch als Ansprechpartnerinnen für die Eltern zuständig sind.
Um 8.30 Uhr treffen sich alle Kinder und Erzieherinnen im Bewegungsraum zum Morgenkreis. Hier werden Lieder gesungen, Fingerspiele vorgestellt und mit den Kindern die verschiedenen Angebote der Funktionsräume, die an diesem Tag stattfinden besprochen.
 
Das Konzept einer halboffenen Arbeit bedeutet, dass die Kinder während der Freispielzeit entscheiden, in welchem Raum sie sich aufhalten wollen. Die Gruppenräume werden dann zu Funktionsräumen, bei denen eine bestimmte Aktivität im Vordergrund steht: malen, basteln, werken, bauen, spielen und anderes. Somit haben die Kinder einen großen Bewegungsradius und üben ihre Selbstständigkeit im Entdecken der verschiedenen Räume. Die Erzieherinnen lernen alle Kinder der Einrichtung kennen und auch die Kinder machen mit den Erzieherinnen unterschiedliche Erfahrungen, sie werden sicherer im sozialen Umgang. Außerdem können sie ihre Spielpartner auch aus anderen Gruppen wählen.
Für die Erzieherinnen bedeutet die offene Gruppenzeit, die Kinder gut zu beobachten und sich regelmäßig darüber auszutauschen. So kann jede eine andere Facette kindlichen Verhaltens wahrnehmen und gemeinsam können Lernangebote geplant werden. Schließlich haben die Kinder die Chance, von den unterschiedlichen Fähigkeiten der Erzieherinnen zu profitieren. Auch in der offenen Zeit sollen sich die Kinder beschützt fühlen. Sie entscheiden in ihrem eigenen Tempo, wie lange  sie die Angebote der Funktionsräume annehmen wollen.
 
4.2   Freispiel
Im Freispiel stehen den Kindern verschiedene Funktionsräume und Spielmöglichkeiten zur Verfügung. Damit wollen wir die Kinder durch vielfältige Angebote in ihrer Entwicklung stärken:
 
•             Die freie Wahl der Partner, die Dauer der Spielzeit, des Spielortes und des Materials unterstützt die Selbstständigkeit.
•             Im Spiel mit den anderen Kindern wird soziales Verhalten geübt: Rücksicht nehmen, Konflikte austragen, Frustrationstoleranz üben, Kompromisse eingehen, Freundschaften pflegen
•             Freies Spielen ist „Probehandeln“ und eine wichtige Basis für weitere Entwicklungsschritte.
•             Kreatives Verhalten wird gerade durch das eigene Entdecken und Experimentieren gefördert.
•             Die Kinder müssen miteinander verhandeln und sich sprachlich ausdrücken.
•             Im Freispiel werden unterschiedliche Ebenen angesprochen: Motorik, Wahrnehmung, Sinnliche Erfahrung, kognitive Aspekte, visuelle und auditive Bereiche.
 
4.3     Freies Frühstück
Jedes Kind entscheidet selbst, wann es am Vormittag innerhalb einer                 vorgegebenen Zeit frühstücken möchte.
Das Frühstück findet von Montag bis Donnerstag im Bistro statt.
Seit Herbst 2012 gibt es den „Zuckerfreien Vormittag“.
Freitags und bei Geburtstagen wird in den Gruppenräumen  
gefrühstückt.
Die Kinder werden durch das freie Frühstück besonders in ihrer
Selbstständigkeit gefördert: sie müssen ihre Tasche holen, sich
Geschirr nehmen, ein Getränk einschenken, ihr Brot auspacken …
Sie lernen, dass es selbstverständlich ist, alles wieder weg zu
räumen und ihren Platz sauber machen.
                                
4.4   Angebote in den Funktionsräumen            
Die Kindertagesstätte Löwenburg bietet den Kindern folgende Funktionsräume:
 
•             Bauzimmer
•             Mal- und Bastelzimmer
•             Spielezimmer
•             Zwischenräume
•             Bewegungsbaustelle
•             Bücherei
•             Flur
 
Im Bauzimmer  können die Kinder auf dem Bauteppich sitzen oder liegen und ihren konstruktiven und spielerischen Interessen freien Lauf lassen. Hier gibt es viele Holzbausteine, Lego- / Duplosteine, eine Holzeisenbahn, Autos, Tiere, eine Murmelbahn und weitere Spielmaterialien.
Die Kinder bauen mit viel Fantasie und Kreativität Häuser, Dörfer und Städte und benötigen oft eine gute Planung und gemeinsame Absprachen mit den Mitspielern.
Neben der Förderung der Fein-und Grobmotorik wird hier viel Geschicklichkeit und Ausdauer geübt. Niemand kann der Spannung widerstehen, wenn der große Turm kurz vorm Einsturz steht und jeder Baustein der letzte sein kann.
Im Mal- und Bastelzimmer  gibt es eine große Auswahl an Farben (Wasserfarben, Buntstifte, Wachsmalstifte), Papieren, Knete, Kleister und andere Materialien. Die Kinder können frei von Schablonen und Ergebnisdruck experimentieren. Selbstverständlich können die Kinder auch an einem Angebot der Erzieherin teilnehmen. Hier wird auch viel geschnitten und geklebt, es werden verschiedene Maltechniken gezeigt und lustige Objekte gebastelt.
 
Die Zwischenräume verbinden zwei Gruppenräume. Sie werden von den Kindern unterschiedlich genutzt und nach deren Wünschen mit unserer Unterstützung in unregelmäßigen Abständen neu eingerichtet. Wenn das Interesse an den Räumen nachlässt, versuchen wir durch Beobachtung und in Gesprächen mit den Kindern heraus zu finden, welche neue Funktion der Raum für ihre aktuellen  Bedürfnisse bekommen und wie eine Neugestaltung für sie aussehen könnte.
Im Spielezimmer finden die Kinder ausgewählte Gesellschaftsspiele, Legespiele, Lernspiele und Puzzles unterschiedlichster Schwierigkeitsgrade. Die Kinder können allein, mit einer Erzieherin oder mit anderen Kindern spielen. Dadurch lernen sie, sich miteinander auf ein Spiel und den Spielort zu einigen, Regeln festzulegen, bei Konflikten Lösungen zu finden und Frustrationen auszuhalten. Es ist viel Kommunikation, Konzentration und Ausdauer notwendig, um ein Spiel zu Ende zu bringen, besonders wenn es Gewinner und Verlierer gibt.
Außerdem gibt es im Spielezimmer  verschiedene Utensilien für Rollenspiele: Verkleidungsutensilien, Schminke, Hand- und Fingerpuppen und eine Puppenecke.
Die Kinder  können  in fremde Röcke und Schuhe schlüpfen und  witzige und ernste Themen spielen. In einer anderen Rolle können sie viele Erlebnisse aus Familie, Fernsehen, Kindergarten und Umwelt kindgerecht verarbeiten.
 Das Rollenspiel erfordert viele Absprachen und fördert die  Sprachentwicklung.
Die Bewegungsbaustelle bietet den Kindern die Möglichkeit, sich in einer freien Spielsituation ihren Bedürfnissen entsprechend zu bewegen. Dazu stehen ihnen verschiedene Materialien zur Verfügung wie z. B.  Matten, Klettermöglichkeiten, Reifen, Bobby Cars, Seile, Bälle sowie große Kunststoffbausteine.
 
Die Bücherei bietet den Kindern eine große Auswahl an verschiedenen Büchern, beispielsweise Bilderbücher, Sach- und Lernbücher…
Oft lesen wir den Kindern in diesem Raum ein Buch oder eine Geschichte vor. In der ruhigen Atmosphäre können sie besser zuhören oder die Bilder anschauen und über ihre Eindrücke reden.
 
Der Flur steht den Kindern als Spielbereich zur Verfügung. Kinder, die nach 8.30 Uhr gebracht werden, werden von einer Erzieherin an der Tür empfangen, da sonst der Spielbetrieb im Flur gestört wird.
 
4.5   Außengelände
Die Kinder können fast jeden Tag ihr Bewegungsbedürfnis im großflächigen Außengelände ausleben. Neben den Spielgeräten bieten wir ihnen eine Matschanlage, einen Sinnespfad und ein Waldstück, so dass sie mit allen Sinnen in einem begrenzen Stück Natur auf Entdeckung gehen können.
 
4.6   Projektarbeit
Jedes Jahr führen wir mehrere Projekte mit den Kindern durch. Wir bieten unterschiedlich Formen an:
•             Gruppeninterne Projekte
•             Gruppenübergreifende Projekte
•             Projekte mit anderen Institutionen
Projekte können zufällig entstehen oder bewusst geplant werden. Sie haben ein spezielles Thema, das mit den Kindern über einen kürzeren oder längeren Zeitraum durchgeführt wird. Die unterschiedlichen Methoden ermöglichen den Kindern eigene Zugänge und ein ganzheitliches Lernen.
4.7   Angebote für die Schulübergangsgruppe
Die Schulübergangsgruppe trifft sich einmal wöchentlich.  An diesem Tag  werden  themenbezogene Projekte und Ausflüge angeboten. Um auch die  motorischen Fähigkeiten der Kinder zu unterstützen findet jeden Mittwoch ein spezielles Sportangebot statt. Um den Kindergartenkindern den Übergang zur Schule zu erleichtern, finden verschiedene Aktivitäten mit den Schulkindern statt.
 
5  KONZEPTIONELLE ERGÄNZUNGEN ZU DEN KRABBELGRUPPEN IN DER KITA
„ Selbst ein Weg von tausend Meilen beginnt mit einem Schritt“(Asiatische Weisheit).
 
Die Krabbelkinder gehen jeden Tag viele kleine Schritte. Die vielfältigen Anregungen in der Kita geben ihnen die Chance, täglich Neues zu lernen. Über das Spiel nebeneinander und miteinander eignen sie sich die Welt an und machen ihre eigenen Erfahrungen der Kommunikation.
 
5.1    Beschreibung der Krabbelgruppen: „Krabbelkäfer“ und „Mäusebande“
In unseren beiden Krabbelgruppen werden 20 Kinder im Alter von 12 Monaten bis 3 Jahren von 6 Erzieherinnen begleitet, betreut und gefördert.
Die Gruppen haben einen festen Tagesablauf: Ankommen der Kinder am Morgen, Entdeckungszeit, gemeinsame Mahlzeiten, Mittagsschlaf, Teepause und Abholzeit.
Den beiden Gruppen steht jeweils ein Außengelände zur Verfügung.
Wir unternehmen mit den Kindern Spaziergänge in die nähere Umgebung.
5.2    Eingewöhnungszeit
Der Besuch der Krabbelgruppe ist für die meisten Kinder der erste Schritt von der häuslichen Umgebung in ein fremdes Umfeld. Daher ist die Eingewöhnungsphase sehr wichtig. Unsere Eingewöhnungszeit dauert in der Regel 4 Wochen und ist angelehnt an das „Berliner Modell“.
5.3    Pädagogische Ziele
Unsere Ziele entsprechen denen der Kindergartenkinder. (s. Kapitel 3 in der Konzeption)
Bei ihrer konkreten Umsetzung orientieren wir uns am jeweiligen Entwicklungsstand der Krabbelkinder. Die konkrete Situation und die Interessen jedes einzelnen Kindes stehen dabei im Vordergrund.
5.4    Portfolio – Mappe
Für jedes Kind wird eine Mappe angelegt, in der die Entwicklung anhand von Fotos und kleinen selbst gestalteten  Arbeiten dokumentiert wird.
Am Ende der Krabbelgruppenzeit bekommen die Kinder ihre Mappen mit Nachhause.
 
6  UNSER NEUES PROFIL: NATURPÄDAGOGIK
Unsere Definition zur Naturpädagogik:
Naturpädagogik beruht auf Achtung vor dem Leben, der Liebe zu Natur und dem Respekt gegenüber der Mitwelt. Sie will über alle Sinne eine emotionale Grundlage für einen nachhaltigen Umgang mit unserer natürlichen Lebensgrundlage schaffen.
Die  Kita Löwenburg bietet mit ihrer Lage in Bad Vilbel Gronau ideale Bedingungen für diesen Schwerpunkt. Es gibt ein naturnahes Außengelände, Wiesen und die Nidda.
               
7   ZUSAMMENARBEIT MIT DEN ELTERN
Zu Beginn der Kindergartenzeit findet ein Aufnahmegespräch mit der Leitung und ein Einführungsgespräch mit den Erzieherinnen der Gruppe statt.
Eine gute Zusammenarbeit mit den Eltern ist uns wichtig. Ohne sie ist die Förderung und Begleitung der Kinder schwierig. 
Bewährte Formen und Angebote unserer Zusammenarbeit sind:
•             Regelmäßige Gespräche über die Entwicklung der Kinder zwischen den Eltern und den Erzieherinnen
•             Hospitationsmöglichkeiten in der Einrichtung
•             Gruppenelternabende
•             Themenbezogene Elternabende
•             Gemeinsame Feste
·                 Zusammenarbeit mit dem Elternbeirat
 
8   TEAMARBEIT
Als Team tragen wir die Verantwortung für die pädagogische Arbeit in unserer Kita. In unserer wöchentlichen Dienstbesprechung tauschen wir uns über unsere Arbeit aus, treffen gemeinsame Absprachen, planen  Projekte, bereiten Themen vor, reflektieren und diskutieren über unseren pädagogischen Alltag und vieles mehr.
Wir nehmen regelmäßig an Fort- und Weiterbildungsangeboten teil.
 
9   KOOPERATION MIT ANDEREN INSTITUTIONEN
In unserer Arbeit ist es uns wichtig, mit folgenden Institutionen zusammen zu arbeiten:
 
-              Ergotherapeuten
-              Fachberatung Kindertagestätten
-              Familienberatung
-              Frühförderung
-              Kinderärzte
-              Kinder- und Jugendpsychotherapeuten
-              Kindertagesstätten
-              Logopäden
-              Öffentliche Institutionen
-              Psychologen
-              Sozialer Dienst
-              SPZ
-              Schulen
 
10   SCHLUSSWORT
In unserer Konzeption haben wir viel davon geschrieben, welche Ziele wir mit unserer Pädagogik anstreben und wie wir die Kinder fördern möchten.
Auch wenn es nicht explizit zum Ausdruck kam, möchten wir zum Schluss noch mal betonen, dass sehr oft auch wir die Lernenden sind und bereichert werden, wenn wir  an der interessanten Welt der Kinder teilhaben dürfen.
Deshalb möchten wir die Konzeption mit einer Parabel beenden, die uns und vielleicht Sie, den Leser oder die Leserin daran erinnern, dass wir als Erwachsene immer wieder gut hinhören sollten, um unsere Kinder richtig zu verstehen.
 
Ihr Kita-Team
 
 
Hinhören.
Ein Indianer besuchte einen weißen Mann in der Großstadt.
Mitten in dem Verkehrslärm sagte er; „Ich höre eine Grille, hier ganz in der Nähe.“ „Du musst dich täuschen“, erwiderte der weiße Mann,“ hier gibt es keine Grillen!“ Der Indianer ging ein paar Schritte und schob an einer Hauswand die Blätter von wildem Wein auseinander.
Darunter saß tatsächlich eine Grille.
Der Weiße sagte:“ Indianer hören eben besser als wir.“ Der Indianer erwiderte: „Da täuschst du dich!“ und warf eine Münze auf das Pflaster.
Alle Vorübergehenden drehten sich trotz des Verkehrslärms um.
„Siehst du“, sagte der Indianer, „man hört das, was einem etwas bedeutet!“