Banner
 

1. Gesetzlicher Auftrag

1. Gesetzlicher Auftrag


Den gesetzlichen Auftrag der Arbeit in der Kindertagesstätte Zauberburg bildet das Kinder- und Jugendhilfegesetz
(SGB VIII).

Mit dem Kinder- und Jugendhilfegesetz hat der Bund einen deutschlandweit einheitlichen gesetzlichen Rahmen für die Betreuung, Erziehung und Bildung von Kindern in Tageseinrichtungen und Tagespflege geschaffen.


Besonders folgende Abschnitte:


§ 22 Grundsätze der Förderung

(1) Tageseinrichtungen sind Einrichtungen, in denen sich Kinder für einen Teil des Tages oder ganztägig aufhalten und in Gruppen gefördert werden.
 
(2) Tageseinrichtungen für Kinder und Kindertagespflege sollen die Entwicklung des Kindes zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit fördern, die Erziehung und Bildung in der Familie unterstützen und ergänzen, sowie den Eltern dabei helfen, Erwerbstätigkeit und Kindererziehung besser miteinander vereinbaren zu können.

(3) Der Förderungsauftrag umfasst Erziehung, Bildung und Betreuung des Kindes und bezieht sich auf die soziale, emotionale, körperliche und geistige Entwicklung des Kindes. Er schließt die Vermittlung orientierender Werte und Regeln ein. Die Förderung soll sich am Alter und Entwicklungsstand, den sprachlichen und sonstigen Fähigkeiten, der Lebenssituation sowie den Interessen und Bedürfnissen des einzelnen Kindes orientieren und seine ethnische Herkunft berücksichtigen.
§ 22a Förderung in Tageseinrichtungen.

(4) Kinder mit und ohne Behinderung sollen, sofern der Hilfebedarf dies zulässt, in Gruppen gemeinsam gefördert werden. Zu diesem Zweck sollen die Träger der öffentlichen Jugendhilfe mit den Trägern der Sozialhilfe bei der Planung, konzeptionellen Ausgestaltung und Finanzierung des Angebots zusammenarbeiten.


§ 8a Schutzauftrag Kindeswohlgefährdung 

       
(1) Werden dem Jugendamt gewichtige Anhaltspunkte für die Gefährdung des Wohls eines Kindes oder Jugendlichen bekannt, so hat es das Gefährdungsrisiko im Zusammenwirken mehrerer Fachkräfte abzuschätzen. Dabei sind die Personensorgeberechtigten, sowie das Kind oder der Jugendliche einzubeziehen, soweit hierdurch der wirksame Schutz des Kindes oder des Jugendlichen nicht in Frage gestellt wird. Hält das Jugendamt zur Abwendung der Gefährdung die Gewährung von Hilfe für geeignet und notwendig, so hat es diese den Personensorgeberechtigten oder Erziehungsberechtigten anzubieten.

(2) In Vereinbarungen mit den Trägern von Einrichtungen und Diensten, die Leistungen nach diesem Buch erbringen, ist sicherzustellen, dass deren Fachkräfte den Schutzauftrag nach Absatz 1 in entsprechender Weise wahrnehmen und bei der Abschätzung des Gefährdungsrisikos eine insoweit erfahrene Fachkraft hinzuziehen. Insbesondere ist die Verpflichtung aufzunehmen, dass die Fachkräfte bei den Personensorgeberechtigten oder den Erziehungsberechtigten auf die Inanspruchnahme von Hilfe hinwirken, wenn sie diese für erforderlich halten, und das Jugendamt informieren, falls die angenommenen Hilfen nicht ausreichend erscheinen, um die Gefährdung abzuwenden.


§ 1 Recht auf Erziehung, Elternverantwortung, Jugendhilfe


(1) Jeder junge Mensch hat ein Recht auf Förderung seiner Entwicklung und auf Erziehung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit.

(3) Jugendhilfe soll zur Verwirklichung des Rechts nach Absatz 1 insbesondere

- junge Menschen in ihrer individuellen und sozialen Entwicklung fördern und dazu beitragen, Benachteiligungen zu vermeiden oder abzubauen,

- Eltern und andere Erziehungsberechtigte bei der Erziehung beraten und 
  unterstützen, Kinder und Jugendliche vor Gefahren für ihr Wohl
  schützen,

- dazu beitragen, positive Lebensbedingungen für junge Menschen und  
  ihre Familien sowie eine kinder- und familienfreundliche Umwelt zu
  erhalten oder zu schaffen.


§ 9 Grundrichtung der Erziehung, Gleichberechtigung von Mädchen und Jungen


Bei der Ausgestaltung der Leistungen und der Erfüllung der Aufgaben sind:

- die von den Personensorgeberechtigten bestimmte Grundrichtung der 
  Erziehung sowie  die Rechte der Personensorgeberechtigten und des
  Kindes oder des Jugendlichen bei der Bestimmung der religiösen 
  Erziehung zu beachten,

- die wachsende Fähigkeit und das wachsende Bedürfnis des Kindes oder
  des Jugendlichen zu selbstständigem, verantwortungsbewusstem            
  Handeln sowie die jeweiligen besonderen sozialen und kulturellen 
  Bedürfnisse und
  Eigenarten junger Menschen und ihrer Familien zu berücksichtigen,

- die unterschiedlichen Lebenslagen von Mädchen und Jungen zu
  berücksichtigen, Benachteiligungen abzubauen und die  
  Gleichberechtigung von Mädchen und Jungen zu fördern.
  Bildung von Anfang an……  Besonderheiten des Bildungs- und
  Erziehungsplans

- Wichtigster Grundsatz ist: Das Kind steht ausdrücklich im Mittelpunkt aller
  Überlegungen und nicht die einzelnen Institutionen!
   
- Alle Bildungsorte werden miteinander verzahnt.     

- Pädagogische Fachkräfte in Schule und Kindertageseinrichtung, Träger
  und Eltern können bei der Begleitung der Entwicklung, der Bildung und
  Erziehung der Kinder auf gemeinsame Grundlagen zurückgreifen. Sie
  erhalten wichtige Hinweise zur Unterstützung der Lernprozesse der
  Kinder.


Das Verständnis von Bildung im Bildungs- und Erziehungsplan
Bildung wird verstanden:


- als lebenslanger Prozess, in dem die ersten 10. Lebensjahre die
  lernintensivsten und entwicklungsreichsten sind
     
- als sozialer Prozess, an dem sich Kinder und Erwachsene aktiv  
  beteiligen      

- als Entwicklungsprozess in einem sozialen und kulturellen Kontext    
 
- als ganzheitliches Konzept, das Wissen ebenso wie Werte und
  Erziehungsprozesse umfasst 


Was beinhaltet der Bildungs- und Erziehungsplan?


Die Beschreibung der Bildungs- und Erziehungsziele sind klar definiert.      
Die Stärkung der Basiskompetenzen von Kindern wird gefordert, wie z.B. Verantwortungsübernahme, Kooperationsfähigkeit, Kreativität und Umgang mit individuellen Unterschieden und kultureller Vielfalt.


Die Beschreibung der Inhalte


Die Stärkung der kindlichen Entwicklung steht im Vordergrund.
Schwerpunkte und Ziele sind:


- Starke Kinder     
 
- Verantwortungsvolle und wertorientiert handelnde Kinder

- Kommunikations- und medienkompetente Kinder 

- Kinder als aktive Lerner, Forscher und Entdecker
 
- Kinder als kreative und fantasievolle Künstlerinnen und Künstler
  Beschreibung des Bildungsverlaufs

Kinder erleben im Laufe der ersten Jahre unterschiedliche Übergänge, z. B. von der Familie in die Kindertageseinrichtung und später in die Grundschule. Diese besonderen Situationen und Lernabschnitte werden eingehend betrachtet, um Kinder dabei bestmöglich zu begleiten und zu unterstützen.


Was ist für die Arbeit mit dem Bildungs- und Erziehungsplan besonders wichtig?


- Die altersentsprechende Beteiligung der Kinder   

- Eine mit den Eltern entwickelte Bildungs- und Erziehungspartnerschaft

- Kollegiale Teamarbeit, Verzahnung aller Bildungsorte und Kooperation

- Die Einbeziehung aller Personen, die an der Bildung beteiligt sind