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Ziele unserer Arbeit

Wie schon der Hessische Bildungs- und Erziehungsplan fordert, ist es Aufgabe von Kindertagesstätten, jedes Kind in seinen individuellen Lernvoraussetzungen, Persönlichkeit und Entwicklungsstand anzunehmen, angemessen zu begleiten und zu unterstützen.

Wir verstehen Kinder als ganze Menschen, deshalb nennen wir unseren pädagogischen Ansatz "ganzheitlich". Wir nehmen Rücksicht auf die Emotionen von Kindern, greifen ihre Gedanken und Ideen auf, lassen uns in Frage stellen.

Wir arbeiten nicht nur nach festem Plan, sondern auch "situativ".
Deshalb sind uns Erziehungsziele wichtig, die einen Beitrag leisten zur Entwicklung und Förderung der individuellen Gesamtpersönlichkeit des Kindes, d.h. Ziele, die das Kind als körperliches, kognitives, emotionales und soziales Wesen verstehen.

Dies setzen wir um, indem wir für die Kinder eine gemütliche Antmosphäre, eine Wohlfühloase, schaffen.
Der Hessische Bildungs- und Erziehungsplan nennt dies starke, kommunikationsfreudige, medienkompetente, kreative, fantasievolle, künstlerische, lernende, forschende, entdeckungsfreudige, verantwortungsvolle und wertorientierte handelnde Kinder.


Erziehungsziele und Methoden

1. Ich-Stärkung
Das Kind lernt „Nein“ sagen zu können zu Forderungen, die seinem Wesen und Empfinden widersprechen und seiner Entwicklung nicht zuträglich sind. Es lernt, seine Gefühle zu erkennen, auszudrücken und auf die Befindlichkeit der Anderen angemessen zu reagieren, seine eigene Meinung zu bilden und sie zu vertreten.

2. Vertrauensbildung

Wir nehmen das Kind mit seinen Stärken und Schwächen an und vertrauen dem Kind und trauen im etwas zu. Seine Sorgen, Fragen und Berichte sind uns wichtig und werden von uns beachtet.

3. Konfliktbewältigung
Ihnen wird entsprechend ihrem Alter ein Rahmen geboten, in dem sie angstfrei Konflikte austragen können und Lösungen suchen und ausprobieren dürfen. Die Kinder lernen, Konflikte selbstständig und angemessen zu lösen.

4. Selbstständigkeitsförderung

Den Kindern werden kleine Augaben übertragen, die sie selbstständig ausführen können, z.B. An- und Ausziehen der Kleidung zum Spiel im Freien, Tisch decken und Abräumen. Die Kinder sind für mitgebrachte Sachen selbst verantwortlich.

5. Sauberkeitserziehung

Wir fördern und bestärken die Kinder darin, selbstständig auf Toilette zu gehen und legen Wert darauf, nach dem Toilettengang Hände zu waschen.

6. Verantwortungsbildung

Wir vermitteln den Kindern Verantwortung für das eigene Handeln und den daraus folgenden Konsequenzen zu übernehmen. Wir halten sie zu verantwortungsbewusstem Umgang mit eigenen und fremden Materialien, Möbeln und Spielgeräten an.

7. Regeleinhaltung

Die Kinder lernen, vorgegebene Rahmenbedingungen und Regeln zu akzeptieren und einzuhalten. Wir besprechen mit den Kindern die Haus- und Gruppenregeln und deren Sinn und Zweck, wobei wir den Kindern für eigene Vorschläge Raum lassen.

8. Kreativitätsförderung
Wir stellen den Kindern unterschiedliche Materialien und Werkzeuge zur Verfügung und machen sie mit deren sachgemäßem Umgang vertraut. Die Kinder haben die Möglichkeit, mit ihren Sinnen zu experimentieren. Wir singen, musizieren und bewegen uns miteinander.

9. Motorische Förderung
Wir fördern die Grob- und Feinmotorik der Kinder im bewegungsaktiven Tagesablauf. Wir nutzen so oft es geht das Außengelände und es werden regelmäßig Spaziergänge durchgeführt. Zur Förderung der Feinmotorik lernen die Kinder den Umgang mit Werkzeugen wie Schere, Stifte, Pinsel, Kleber und anderen Materialien. Wir gestalten den Gruppenraum so, dass die Kinder den größtmöglichen Freiraum zum Spielen haben. Die Kinder erhalten Gelegenheit zur Entfaltung ihrer Geschicklichkeit z.B. durch Kneten, Falten und Basteln mit kostenlosen Materialien, themenbezogenen Bastelangeoten sowie Bauen mit unterschiedlichen Materialien und Tischspielen. Die Kinder haben die Möglichkeit den Bewergungsdrang steuern und ausleben zu können.

10. Sprachförderung
Wir fördern die Sprache und den Wortschatz der Kinder, indem die Kinder erzählen, was sie erleben und was sie bewegt. Wir legen Wert darauf, dass die Kinder vollständige Sätze sprechen. Es werden regelmäßig Bücher und Geschichten vorgelesen. In besonderen Fällen suchen wir den Kontakt zu Sprachtherapeuten. Wir fördern in der täglichen Arbeitszeit gezielt die Sprachfähigkeit und das Audrucksvermögen. Wir fördern die Einhaltung der kommunikativen Regeln, um die Sprachmotivation zu unterstützen und fördern den Spaß an der Unterhaltung miteinander. Wir spielen Sing-, Finger- und Tischspiele mit Erzählcharakter, z.B. "Gegensätze" oder "Memory". In Kooperation mit dem Gesundheitsamt wird ein Sprachscreening "KISS" für die vierjährigen Kinder in der Einrichtung durchgeführt, um eine Sprachstandserfassung zu erheben.

11. Wahrnehmungsbildung

Wir fördern die sinnliche Wahrnehmung, benennen die Sinne und lernen ihren Zweck und ihre Arbeitsweise kennen (durch Projekte). Wir gehen in die Natur, um unsere Sinne bei einem Spaziergang bewusste einzusetzen. Durch Tastspiele und gezielte Angebote zur Sinneswahrnehmung wie z.B. Massagen oder Wellnesstage fördern wir die sinnliche Wahrnehmung.

12.  Sozialverhaltensförderung

Wir fördern die Beziehungsfähigkeit sowie die soziale Kompetenz und das Verantwortungsbewusstsein der Kinder. Durch Rollen- und Bewegungsspiele bauen sie Berührungsängste ab und wir geben ihnen die Möglichkeit, sich in verschiedenen Situationen zu erleben und zu bewähren. Hierbei lernen die Kinder auch den Umgang mit Kritik. Wir möchten, dass die Großen den Kleinen helfen und bilden Patenschaften. Umgekehrt ist auch erlaubt!     

13.  Naturbewusstseinsentwicklung
Wir thematisieren und praktizieren Umweltschutz (u.a. Mülltrennung und Wasser sparen). Wir lernen die verschiedenen Jahrezeiten kennen und reden über das Wetter. Die Kinder erfahren Näheres über die Naturkräfte (Wind, Wärme, Wasser und Kälte). Durch bewusstes Erleben der Nautr wie z.B. beim Spaziergang oder im Garten lernen die Kinder den behutsamen Umgang mit Planzen und Tieren. Aktionen wie Waldtage oder der Besuch einer Tierärztin lernen die Kinder erlebnisnah die Pflanzen- und Tierwelt kennen und übernehmen Verantwortung.

14.  Konzentrations- und Ausdauerförderung
 
Durch gezielte Beobachtungen der einzelnen Kinder können Kompetenzen wahrgenommen werden und individuelle Förderakzente gesetzt werden. Im Stuhlkreis werden kleine Sachthemen behandelt. Gemeinsame Spiele und Aktionen werden abgeschlossen.